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Was bieten wir?

Wir bieten in unserem Jahresprogramm eine Vielzahl von Veranstaltungen im In- und Ausland an. Besuche bei Einrichtungen der Luftwaffe, sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie vieles mehr! Jetzt Mitglied werden!

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Veranstaltungen

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  • 01.04.2020 - TaktLwG 51 „Immelmann“ Jagel verlegt 08.09.2020
  • 21.04.2020 - TaktLwG 31 „Boelcke“ Nörvenich abgesagt
  • 22.04.2020 - TAusbZLw Süd Kaufbeuren
  • ??.04.2020 - Premium AEROTEC GmbH Varel verlegt 10.09.2020
  • 29.04.2020 - MITGLIEDERVERSAMMLUNG abgesagt, neuer Termin folgt
  • 05.05.2020 - TaktLwG 73 „Steinhoff“ Laage
  • 18.06.2020 - LTG HSG 64 Schönewalde
  • ??.07.2020 - TAusbZLw Nord Faßberg abgesagt
  • 18.06.2020 - TaktLwG 33 Büchel

Weitere Informationen zu den o.a. Veranstaltungen folgen.

 

Ausländische Kadetten der Offizierschule der Luftwaffe im Gerhard Neumann Flugzeugmuseum mit der Sektion München

Autor: Heinz Gerrits, Leiter Sektion München

Zum wiederholten Mal hat die Sektion München Freundeskreis Luftwaffe die ausländischen Kadetten in der Offiziersschule im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck zu einer Besichtigung eingeladen. Dieses Jahr war das in Niederalteich bei Deggendorf befindliche private Gerhard Neumann Museum von Sektionsmitglied Josef Voggenreiter an der Reihe. Leider konnten von derzeit noch im Lehrgang befindlichen 7 ausländischen Kadetten nur ein Kadett aus Afghanistan und zwei aus Thailand in Uniform teilnehmen.

Sektionsleiter Heinz Gerrits und sein Stellvertreter Peter Aigner überreichten Josef Voggenreiter eine Überraschungstorte mit dem Logo des Freundeskreis aus farbigen Marzipan, die durch eine Umlage der an dem Besuch beteiligten deutschen Sektionsmitglieder ermöglicht worden ist.

Herr Voggenreiter erzählte gekonnt die Geschichte, die hinter dem sehr beachtlichen privaten Museum rund um die F-104 G Starfighter und seinem Triebwerk GE J-79 steht. Gerhard Neumann als deutscher Ingenieur aus Frankfurt Oder mit Studium in Mitweida war der verantwortliche Triebwerkfachmann bei GE in den USA gewesen mit dem Auftrag des ersten und 19 000 mal gebauten Überschalltriebwerk innerhalb eines Jahres zu konstruieren.
Danach ist er viele Jahre der viel beschäftigte Generalbevollmächtigte von GE in Boston mit 32 000 Beschäftigten gewesen.
Leider ist nun auch in diesen Tagen die Witwe Clarice Neumann , die Josef Voggenreiter sehr nahe stand , gestorben.

Die Geschichte von Gerhard Neumann ist atemberaubend gewesen. Er ist als junger Fachmann kurz vor dem 2. Weltkrieg nach China zur Beratung der jungen chinesischen Luftfahrt ausgewandert. Er wurde von den Briten interniert, brach von dort aus und kam über Umwegen zur legendären amerikanischen Freiwilligentruppe unter General Chennault – besser unter Flying Tigers bekannt -  hinter die feindlichen Linien.
Dort erhielt er den Auftrag aus im Dschungel liegenden Wracks des Zero-Jagdflugzeug der Japaner ein fliegendes Exemplar zusammen zu bauen.
Somit hatten die Amerikaner erstmalig die Möglichkeit Stärken und Schwächen dieses Musters zu testen und dies war der eigentliche Einstieg für Gerhard Neumann in die USA zu kommen nach dem Krieg.
Er bekam durch Führsprache seines ehemaligen Kommandeurs eine einzigartige Einzeleinbürgerungsurkunde von Präsident Truman in die USA.

Josef Voggenreiter diente als Zeitsoldat der Luftwaffe im Jagdgeschwader 74 Neuburg und hat dort in der Wartung der F-104 G seine Liebe zu diesem ersten Überschallflugzeug der Luftwaffe gefunden. Er gründete daher nach der Rückkehr und Übernahme der elterlichen Stahlbaufirma und Neubau einer heute sehr erfolgreichen Firma im Metallsonderbau in der alten Schlosserei seines Vaters gegenüber der Benediktinerabteikirche das erste noch bescheidene Museum mit der F-104 G . Dazu kam mit unserem Sektionsmitglied Günter Kapser als ehemaliger Ausbildungsmeister in der MTU München das Triebwerk J- 79 , was auf Schienen in seine Einzelsegmente verschiebbar ist.

Herr Voggenreiter widmete sein im Entstehen begriffenes Museum Gerhard Neumann und glaubte nie, dass diese so bekannte Person eines Tages sich persönlich dieses ihm gewidmete Museum ansehen würde.
So kam es , dass insbesondere die Witwe des bald nach dem Besuch von Herr Neumann  in Niederalteich , nach und nach viele Artefakte von Gerhard Neumanns Leben dem inzwischen neu gebauten großen und hell verglasten privat gebauten und finanzierten Museum übergeben hat.
Es gibt daher kein zweites Museum in der Welt, das sich mit dem Leben dieser deutschen Legende so intensiv beschäftigt.
Jährlich finden sich die noch lebenden ehemaligen Piloten der F-104 G als ehemalige Angehörige der sog. Cactus-Staffel im Museum ein .

Inzwischen befinden sich im Museum mit seinem schön gestalteten Atrium gleich zwei F-104 G, davon eine fast völlig seiner „dünnen metallischen Außenhaut“ entfernt , und die andere komplett. Im Depot befindet sich eine weitere TF-104 G, die alle wichtigen und früher geheimen technischen Detailaggregate enthält. Eine MiG-21 der ehemaligen ungarischen Kunstflugstaffel ist der imaginäre Gegner der F-104 G gewesen.
Weitere Unikate im Museum sind die HFB Hansa Jet in ziviler Ausführung , das Stealth Unikat der EADS , der nach dem Unfall ergänzte  Barakuda-Demonstrator , der Eurofighter mit Windkanalvorderteil und Flügel zur Belastungsprüfung bei der IABG und vieles andere mehr.

Beim Mittagessen im historischen Bräustüberl der Benediktinerabtei, konnte ich von den Kadetten ein wenig ihre bisherige Ausbildung im Mutterland Afghanistan oder Thailand und die derzeitige militärische Ausbildung als Kadetten erfahren.
Die Kadetten haben jeweils in Kabul sowie in Thailand nach ihrer Grundschulausbildung spezielle militärisch ausgerichtete weiterbildende Schulen besucht, teilweise schon in Uniform.
Nach dem Abitur konnte sich beispielsweise der afghanische Sohn eines Oberst entscheiden entweder nach China, Türkei, Indien oder Deutschland eine Offiziersausbildung zu absolvieren.
Er hat sich für Deutschland entschieden- auch wegen der Sprache- , die bekanntlich viele Monate in der Sprachenschule der Bundeswehr in Köln-Hürth aber auch in Naumburg erfolgte.
Die Grundausbildung fand in Germersheim statt, teilweise auch als Hilfsausbilder und danach die derzeit stattfindende Offiziersausbildung in Fürstenfeldbruck.
Danach wollen alle 3 Kadetten entweder in der Bundeswehr-Uni Neubiberg/München oder Hamburg studieren und später dann entweder Pilot werden , wie der Thailänder oder eine andere militärische Verwendung antreten.

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 Bilder

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Heinz Gerrits überreicht die Torte mit dem Wappen des Freundeskreis an Josef Voggenreiter
Josef Voggenreiter im Hintergrund  Gerhard Neumann
Kadetten aus Thailand und aus Afghanistan
J79 Triebwerk auseinanderziehbar
F-104G mit Einsicht in die Innenteile
MIG-21 aus Ungarn
Museum mit Stealth Demonstratur Unikat EADS
Atrium mit Vitrinen Erinnerungen an Gerhard Neumann
Museumansicht

Fotos: Heinz Gerrits

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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