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Was bieten wir?

Wir bieten in unserem Jahresprogramm eine Vielzahl von Veranstaltungen im In- und Ausland an. Besuche bei Einrichtungen der Luftwaffe, sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie vieles mehr! Jetzt Mitglied werden!

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Veranstaltungen

  • 18.03.2020 - TaktLwG 71 Wittmund verlegt 17.09.2020
  • 01.04.2020 - TaktLwG 51 „Immelmann“ Jagel verlegt 08.09.2020
  • 21.04.2020 - TaktLwG 31 „Boelcke“ Nörvenich abgesagt
  • 22.04.2020 - TAusbZLw Süd Kaufbeuren
  • ??.04.2020 - Premium AEROTEC GmbH Varel verlegt 10.09.2020
  • 29.04.2020 - MITGLIEDERVERSAMMLUNG abgesagt, neuer Termin folgt
  • 05.05.2020 - TaktLwG 73 „Steinhoff“ Laage
  • 18.06.2020 - LTG HSG 64 Schönewalde
  • ??.07.2020 - TAusbZLw Nord Faßberg abgesagt
  • 18.06.2020 - TaktLwG 33 Büchel

Weitere Informationen zu den o.a. Veranstaltungen folgen.

 

Das Waffensystem HAWK in der Integrierten NATO – Luftverteidigung (LV)

Autor: Karl Walter, Sektion München

Die Integrierte NATO-LV hatte bis in die 90er Jahre den Auftrag, gemeinsam mit anderen Verbänden der Bundeswehr und den verbündeten Streitkräften zu verhindern, dass uns von außen ein fremder Willen mit Gewalt aufgezwungen werden kann.
Davor abzuschrecken bedurfte es u.a. der Fähigkeiten zur lückenlosen Luftraumüberrwachung (Reporting Posts, AWACS, Tieffliegermelde- und Leitdienst), der Luftlageerstellung in den Control und Reporting Centers (CRC) und zur Zielzuweisung und -bekämpfung in allen Höhenbereichen, von der österreichischen Grenze bis zum Nordkap.
Die dafür in einem multinational besetzten LV-Gürtel eingesetzten Waffensysteme waren NIKE (ab1986 PATRIOT), HAWK und Abfangjäger.

Neben dem Waffensystem Nike, Ende der 80er Jahre abgelöst durch das Waffensystem PATRIOT, bildete IHAWK einen wichtigen Pfeiler der integrierten NATO-LV.  Die IHAWK Verbände der deutschen Luftwaffe bestanden aus  9 Flugabwehrraketengeschwadern, mit je 4 FlaRakStaffeln und einer Versorgungs-, Stabs- und Sanitätsstaffel. Zusammen mit niederländischen, belgischen und amerikanischen Verbänden bildeten diese einen  sogenannten „HAWK-Gürtel“ mit einem dichten sich gegenseitig überlappenden Netz von Erfassungs- und Bekämpfungszonen.
Die FlaRakVerbände IHAWK hatten den Auftrag im Frieden aus den ausgebauten Friedensstellungen, in hoher Einsatzbereitschaft ( je eine Staffel in 20 Minuten, eine in 3 Std und  zwei in 12 Std-Berreitschaft), die Luftlageerstellung in den CRCs zu unterstützen und im Verteidigungsfall im mobilen Einsatz aus den Wechselstellungen  tieffliegende Flugziele zu bekämpfen und damit einen Beitrag zur Erringung der Luftüberlegenheit zu leisten. Sie waren bereits im Frieden als NATO COMMAND FORCES dem NATO Oberbefehlshaber (SACEUR) unterstellt. Die nationale Unterstellung diente der Bereitstellung von Personal und Material. Das NATO-Prinzip „Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit“ wurde bereits im Frieden eingefordert.

Geräteausstattung der Flugabwehrraketenstaffel
Die taktische Feuereinheit war die FlaRakStaffel, die auch in  zwei  Halbstaffeln, unterschiedlich disloziert, eingesetzt werden konnte.

Die Zielerfassung erfolgte in mittleren Höhen (18 km) bis 110 km durch das PAR (Pulse Acquistion Radar), in niedrigen Höhen (3km) bis 65 km durch das CWAR (Continuous Wave Acquistion Radar). Die Zieldaten wurden über Wertekabel an die Feuerleitanlage, das BCC (Battery Control Center) und das ICC
(Information Coordination Center) übrtragen, auf den Bildschirmen dargestellt und im Rechner (Automatic Data Processor) für das Errechnen der Bedrohung  verwendet.

In der Feuerleitanlage wurde die elektronische Identifizierung über das im ICC montierte IFF-Gerät (Identification Friend Foe) veranlasst, die Bedrohungsanalyse mit Rechnerunterstützung durchgeführt und die Zielverfolgung mit einem oder beiden Beleuchtungssradargeräten HPIR (High Power Illuminator Radar) eingeleitet.
          
Die Beleuchtungsradargeräte (HPIR) tasteten in vom BCC aus gesteuerten Kastensuchen den Luftraum ab und schalteten auf das zugewiesene Ziel auf (Lock).  Die reflektierte Energie führte zur automatischen Verfolgung des Flugziels mit Erhalt der Zieldaten: Entfernung, Seitenwinkel, Annäherungsgeschwindigkeit und In Range.
Kam es während der Lockphase  zum Einsatz von elektronischen Störmaßnahmen, wurde das Entfernungsmessradar ROR (Range only Radar) automatisch aktiviert, das, trotz elektronischer Störmaßnahmen, für den weiteren Bekämpfungsablauf die Entfernung des Flugzieles verfügbar machte.


            
Mit „In Range“ waren die Voraussetzungen für den Abschuss des Lenkflugkörpers gegeben. Der Abschuss erfolgte auf den vorausberechneten Treffpunkt. Mit Empfang des Referenzsignals vom HPIR über die rückwärtige Antenne des Lenkflugkörpers (LFK) und Empfang des reflektierten Signals über die Frontantenne des LFK wurde der LFK nach dem Prinzip des „halbaktiven Zielsuchenkverfahrens“ ins Ziel gesteuert.

Angetrieben von einem   „Einkammer – Zweistufen – Feststofftriebwerk“ hatte  der LFK eine Reichweite von ca. 40 km. Die Zündung des Gefechtskopfes  erfolgte durch Aufschlag oder auf Kommando oder im Vorbeiflug, bei Verlust des reflektierten Signals.

Besondere Fähigkeiten einer HAWK-Staffel
< gute Erfassungs- und Bekämpfungskapazität auch in sehr niederen Höhen durch Dauerstrichradargeräte
< gleichzeitige Bekämpfung von  2  Zielen
< volle Mobilität (450 Kfz im Frieden, 660 Kfz im V-Fall)  und Einsatzmöglichkeit  in 2 Halbstaffeln
< Rechner - unterstützte Bedrohungsanalyse und Steuerung des Bekämpfungsablaufs
< automatische und manuelle Einleitung von Schutzmaßnahmen bei Einsatz von elektronischen Störmaßnahmen
< hohe Treffsicherheit

Grenzen des Waffensystems
< hoher Personalaufwand (Frieden: 1090, V-Fall: 1979)
< kein automatischer Datenverbund zu übergeordneten Gefechtsständen
< interne Datenübertragung über 110 m lange Kabel
< großer manueller Aufwand bei Verlegungen
< manuelle Einleitung von elektronischen Schutzmaßnahmen
< hoher Wartungs- und Pflegeaufwand

Überlebensfähigkeit
Eingesetzt in der vorderen Kampfzone, hatten neben dem Waffensystem-Einsatz die Maßnahmen zur Überlebensfähigkeit, die aktiven  und passiven Schutzmaßnahmen, besondere Bedeutung.
War das Beherrschen der passiven Schutzmaßnahmen für jeden Soldaten überlebensnotwendig, mussten im Spannungsfall, bis zum Entreffen der personellen Mob-Ergänzung, auch die Sicherung gegen Erd- und Luftfeind vom
aktiven Personal durchgeführt werden, was die Ausbildungsforderungen im Frieden mit Elementen infanteristischer Ausbildung anreicherte.

              

Routinedienst
Der Routinedienst war geprägt von  hohen Statusforderungen mit:
< hoher technischer Einsatzbereitschaft, verbunden mit großem  Wartungs-, Pflege-  und logistischem Aufwand
     ( jährlich ca. 220 000 Beschaffungsbuchungen in einem Geschwader). 

 < hoher Personalbereitschft (quantitativ und qualitativ). Die Personalpräsenz wurde mit 4 Kampfbesatzungen im
      Schichtdienst und einer Tages- und Innendienstkomponente sichergestellt. Die Stundenbelastung lag bei
      63 Stunden pro Woche. Zeitsoldaten erhielten für die Überstunden monatlich 335,00 DM, Wehrpflichtige 48,00
      DM zusätzliche Vergütung.

< hohen Ausbildungsforderungen
    Die von NATO COMMAND FORCES bereits im Frieden erwartete Kampfleistungsfähigkeit forderte von nahezu
    allen im Waffensystem eingesetzten Soldaten das drillmäßige Beherrschen von Abläufen mit rein reaktivem,
     verzugslosen Aktionen,  aber auch von Führenden und Geführten die Wahrnehmung von Aufgaben mit kreativer
     und  initiativer Qualität.
     Die notwendige Basisausbildung  erforderte neben der Wahrnehmung der Routine z.B. 1987 im FlaRakG 32
     die Teilnahme an 318 Lehrgängen im Inland, 78 im Ausland, 360 Soldaten in  Ausbildung am Arbeitsplatz, und
     322 Soldaten  Teilnahme an  der  Fahrschule.
     Mit systematischer  Einzel-, Crew- und Verbandsausbildung, der Überlebensausbildung mit den aktiven und
     passiven Schutzmaßnahmen und des mobilen Einsatzes wurde die geforderte Kampfleistungsfähigkeit
     sichergestellt.  

< laufenden Überprüfungen, die Wichtigsten seien hier genannt:
   + monatliche Einsatzbereitschaftsprüfungen  mit Prüfung der  technischer Einsatzbereitschaft und dem
      Ausbildungsstand der in der Raketenstellung diensttuenden Kampfbesatzung,
   + zweimal pro Jahr wurde jede Kampfbesatzung überprüft, ob sie in der Lage ist, simulierte, sehr schwierige
      Luftangriffszenarien zu beherrschen,
   + einmal innerhalb von zwei Jahren fand auf  Kreta das Jahresschießen unter internationaler Bewertung statt,
   + einmal innerhalb von  18 Monaten wurde jedes FlaRakG durch ein multinationales Prüfteam auf die
      unangekündigt auf die Reaktionsfähigkeit und einmal, angekündigt, auf die Verteidigungsfähigkeit unter
      anhaltender Belastung geprüft.
    Insgesamt hatte ein FlaRakG jährlich rund 200 Überprüfungen zu durchlaufen.

Die „Wachsamkeit für die Freiheit“ forderte einen hohen Preis und führte zu hohen Anforderungen bereits im Routinedienst.
Aber trotzdem, oder gerade deswegen, war das „Innere Gefüge“, die Moral der Truppe bei Berufssoldaten, Zeitsoldaten und Wehrpflichtigen beispielhaft und war Grundlage für herausragende Leistungen und Berufszufriedenheit!

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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