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Der Kalte Krieg in einem Luftwaffengeschwader

Text: Harald Meyer, Bilder: Archiv TG Fursty

Die Lehren des Sechstagekriegs

Der Sechstagekrieg zwischen Israel und arabischen Ländern begann Mitte 1967 mit einem Überraschungsangriff der israelischen Luftwaffe auf alle ägyptischen Flugplätze. Die meisten der nahezu 400 Flugzeuge sowjetischer Bauart wurden am Boden vernichtet und die Startbahnen der Flugplätze schwer beschädigt. Die NATO analysierte die Lage für ihre eigenen Flugplätze mit einsatzwichtigen Flugzeugen und stellte fest, dass die Situation der in Ägypten ähnelte. In Fürstenfeldbruck wurde der Flugbetrieb des Waffensystems Fiat G. 91 von der sog. großen Platte geführt. Die Maschinen standen in mehreren Reihen nebeneinander. Die Piloten hielten sich in einem Gebäude neben dem Flugbetriebsbereich auf. Das NATO Härtungsprogramm wurde Ende 1980 in Fursty abgeschlossen. Es beinhaltete oberirdische Bunker wie den Geschwadergefechtsstand, zwei Staffelgefechtsstände für die beiden Jagdbomberstaffeln und insgesamt 26 Flugzeugschutzbauten, auch Shelter genannt. Diese Anlagen waren auf dem Militärgelände disloziert.


Ab Anfang 1981 wurde in Fursty der Flugbetrieb aus Flugzeugschutzbauten geführt. In einen Shelter passten jeweils zwei Alpha Jets.

NATO Forderungen und deren Überprüfungen

Taktische Überprüfungen der NATO, sog. TACEVALs fanden auch in Fursty regelmäßig statt. Ein Team aus allen NATO-Ländern überprüfte das Jagdbombergeschwader 49 über mehrere Tage auf die Umsetzung taktischer Forderungen und Überlebensfähigkeit im Kriegsfall. Zu Beginn des täglichen Flugbetriebs musste ein Flugzeugklarstand von mindestens 70 % erreicht sein. Die Einsatzpiloten mit Status Combat Ready (CR) hatten ein Jahresflugstundenprogramm auf der Grundlage von 180 Stunden umzusetzen – das Tactical Combat Training Program (TCTP). Die Luftwaffe hatte der NATO das Waffensystem Alpha Jet für drei Einsatzrollen zur Verfügung gestellt: Abriegelung des Gefechtsfeldes aus der Luft, Luftnahunterstützung für das Heer mit Hilfe von Fliegerleitoffizieren und HIND-Hubschrauberbekämpfung.


Die Bordkanone Mauser BK 27 wurde beim Alpha Jet nicht nur für Luft-Boden Einsätze genutzt, sondern im Rahmen der Hubschrauberbekämpfung auch für die Luft-Luft Bekämpfung des russischen Hubschraubers HIND.

Bewaffnung des Alpha Jets
Die Luftwaffe hatte insgesamt 175 Alpha Jets gekauft und nicht nur für die Schulung eingesetzt, sondern auch als Nachfolgemuster für die Fiat G.91 als Luft-Boden Waffensystem genutzt. Die Bordkanone Mauser mit dem Kaliber von 27 Millimetern konnte unter dem Rumpf angebaut werden. Sie kann mit maximal 150 Schuss bestückt werden und ist auch im Eurofighter und Tornado eingebaut. An den vier Außenflügelstationen wurden Behälter mit ungelenkten Raketen oder eine große Palette von Bomben angebracht. Das Verschießen von Einsatzmunition konnte auf den süddeutschen Truppenübungsplätzen Heuberg, Münsingen oder Grafenwöhr auf militärische Ziele wie Panzer geübt werden.


Das umfangreiche Waffenspektrum des Alpha Jet

Qualifizierung der Piloten mit Übungsmunition
Zum Erreichen des Einsatzstatus CR mussten sich die Piloten jährlich in allen Waffeneinsatzarten qualifizieren. Das Training erfolgte für die Furstianer Alpha Jet Piloten entweder auf dem östlich von Ingolstadt gelegenen Luft-Boden-Schießplatz Siegenburg oder in einem wöchentlichen Intensiveinsatz von dreimal täglich Schießen auf dem Luft-Boden-Schießplatz Alcochete in Portugal. Bei Übungseinsätzen mit der Bordkanone wurden für drei Anflüge auf quadratische Ziele 60 statt der maximal möglichen 150 Schuss mitgenommen. Nach dem Schießen in einem Winkel von 10° konnte die Trefferanzahl dank des elektronischen Scorings den Piloten sofort mitgeteilt werden. Danach wurden zweimal Raketen mit Übungskopf auf ein sog. Bulls Eye abgefeuert. Das war ein Holzgestell in der Mitte von konzentrischen Kreisen. Auch hier musste mehrfach ein geringer Abstand für den Staus CR erreicht werden. Auf das gleiche Ziel wurden dann Übungsbomben mit einer Rauchkartusche zwecks Zielmarkierung abgeworfen. Ein weiteres Ziel war ein rechteckiger Garten, in den Übungsbomben, die sog. gebremste Bomben simulierten, abgeworfen wurden. Der Einsatz auf einem Schießplatz dauerte rund 20 Minuten.


Unter der rechten inneren Flügelstation hing ein CBLS für die Aufnahme von jeweils für Übungsbomben und ungelenkten Raketen.


Eine Übungsbombe DM 18 simulierte „gebremste“ Bomben.

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

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