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  • 20.2.19 - Fliegerhorst Eindhoven

 

Funkaufklärung der Nationalen Volksarmee

Text und Bilder: Peter Blümer, Dessau

Sektion Dresden: Am 18. April 2019 gab Herr Peter Blümer aus Dessau-Roßlau in seinem Vortrag „Von der Gruppe Radioaufklärung zum Zentralen Funkdienst der NVA“ einen Einblick in die Funkaufklärung der Nationalen Volksarmee.

Peter Blümer ist Vorstandsvorsitzender des Förderverein Militärhistorisches Museum Anhalt e.V. in Dessau-Roßlau und hat in seiner aktiven Dienstzeit über 13 Jahre im Funkaufklärungsregiment-2 (FuAR-2) „Hans Jahn“/Zentraler Funkdienst (ZFD), gedient. Bei der Auflösung der NVA, am 02.10.1990 war er Leiter der Funkzentrale des ZFD.

In seinem Vortrag ging er zunächst auf die historische Entwicklung dieser Einheit ein. Die 1953, mit einem Personalbestand von 23 Radioaufklärern, aufgestellte „Gruppe Radioaufklärung“ nahm eine stetige Entwicklung über die Funkpeilkompanie zum Funkaufklärungsbataillon und ab 1965 zum Regiment. 1989 begann die Umwandlung in einen stationären Truppenteil der ab 1995 als Leitorgan der gesamten NVA-Funkaufklärung fungieren sollte. Im zweiten Teil erläuterte er die Struktur des Truppenteils, die Aufgabenbereiche und Standorte der einzelnen Zentralen sowie die nationale und internationale Zusammenarbeit mit anderen Aufklärungseinrichtungen.


Dislozierung ZFD

Anschließend referierte er über die anfangs eingesetzte einfache Technik und deren Modernisierung im Laufe der Zeit bis zu hochentwickelten, automatisierten Systemen. Da die Aufgabenstellungen zur Durchführung der Funkaufklärung ständig erweitert wurden, war es notwendig, nicht nur den Technikpark, sondern auch das Personal in seinem Wissenstand anzupassen. In vielen Bereichen war man in der Lage, sowohl stationär aus den Zentralen, als auch mit mobilen Systemen aus bezogenen Entfaltungsräumen aufzuklären. Die Aufklärungstiefen waren von den zu bearbeitenden Frequenzbereichen abhängig. Im Kurzwellenbereich z.B. konnten Signale in einer Tiefe von 1.000 km erfasst und bis zu 600 km Entfernung gepeilt (Standortbestimmung) werden. Um einen Eindruck von der Arbeit der Horchfunker zu bekommen, waren Original-Mitschnitte von NATO-Funkverkehr zu hören. Weiterhin wurden Richtfunk-, Flugfunk-, Funktechnische-, Funkelektronische- und Satellitenaufklärung betrieben. Diese Verbindungen lagen oberhalb der Kurzwelle und waren bis 40 GHz erfass- und auswertbar.


Funktechnische Aufklärung SDR2

In Dresden-Klotzsche wurde eine fliegende Funkaufklärungszentrale stationiert, die in der Woche mehrfach die Grenze zur BRD abflog und neue Verbindungen suchte. Mit den Komplexen der Funkelektronischen Aufklärung erfolgte eine passive Ortung von Flugzeugen bis in eine Tiefe von 400 km. Dabei war, je nach System, eine gleichzeitige Verfolgung von bis zu 72 Zielen möglich. Stellvertretend für die vielen Aufklärungserfolge ging er auf zwei Ereignisse ein, welche in der Auswertung hohe Einschätzungen bekamen und mit „Außerordentlich wertvoll“ bzw. „sehr wertvoll“ bewertet wurden.


KW-Empfänger REV-251M

Der ZFD verfügte über ein leistungsstarkes Funksendezentrum bei Scheuder, welches gemeinsam mit dem Bereich Aufklärung betrieben wurde. Im Überblick wurden die technische Ausrüstung und die zu bearbeitenden Aufgaben vorgestellt und mit Hörbeispielen untermauert.


KW-Funkaufklärungsgeräesatz 1M

Nach dem 09. November 1989 bekam der ZFD eine Zusatzaufgabe. Es mussten Dienststellen der Hauptabteilung III (Funkaufklärung) des MfS aufgelöst, die Technik übernommen und eingelagert werden.

Abschließend gab es Angaben zur Personalentwicklung nach dem 09. November 1989 und dem Beginn der Auflösung des ZFD ab dem 03. Oktober 1990. Funkaufklärer der NVA wurden, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht in die Bundeswehr übernommen.

Ausführliche Informationen sind im Buch:
Peter Blümer (Hrsg.) Die Militäraufklärung der NVA – Die Funk- und Funktechnische Aufklärung (FuAR-2/ZFD) – ehemalige Aufklärer berichten. ISBN 978-3-89574-840-0. Verlag Dr. Köster. 490 Seiten. 34,80 €  zu finden.

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

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