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  • 20.2.19 - Fliegerhorst Eindhoven

 

Dresdner Sektionsleiter besucht Schloss Colditz, einst Oflag IVC

Text und Fotos: Rainer Appelt, Leiter Sektion Dresden

Der Besuch des Schlosses Colditz, ein Abstecher auf dem Weg in den Urlaub, war sehenswert: War es doch einst von 1939 bis 1945 ein Offiziersgefangenenlager hochrangiger alliierter Offiziere (Oflag IVC). Das Schloss, herrlich an der sächsischen Mulde zwischen Leipzig und Dresden gelegen, beher-bergt heute das Fluchtmuseum.


Schloss Colditz, an der Zwickauer Mulde gelegen

Ab 1939 benötigte die Wehrmacht ein Gefängnis nach den Regeln der Genfer Konvention für alliierte Offiziere aus Großbritannien, USA, Frankreich, Niederlande, Belgien, Jugoslawien, Polen u.a. (OFLAG), das besonders als ausbruchsicher galt.


Blick in den Innenhof

Das Schloss Colditz übernahm diese Funktion als OFLAF IVC. Dennoch war dieses Gefängnis alles andere als ausbruchsicher: Insgesamt über 300 Ausbruchversuche, davon waren 32 erfolgreich, zeugen von der Kreativität der Offiziere.


Das Fluchtmuseum Colditz

Das Museum zeigt auf eindrucksvolle Weise nicht nur den Alltag der Gefangenen sondern auch die „Arbeit“ der Offiziere für einen möglichen Fluchtversuch. Es wurden Fluchttunnel gegraben (der längste unter der Schlosskirche mit einer Länge von 44 m!), sich in Postsäcken versteckt, sich in selbstgefertigter deutscher Dienstkleidung als deutsche Offiziere und Hausmeister getarnt, fehlende Kameraden bei den vielen Zählappellen durch Puppen ersetzt und selbst mit dem Fahrrad bis in die Schweiz geflohen, genauer gesagt geradelt.


Fluchtversuch des französischen Leutnants Boulé, als Frau verkleidet


Olympia 1941 im OFLAG

Aber eine besondere luftfahrthistorische Berühmtheit erlangte der Colditz-Glider, ein von britischen Gefangenen gebautes zweisitziges Segelflugzeug auf dem Dachboden des Kirchenhauses.


Der Original-Colditz-Glieder am 16. April 1945 von amerikanischen Gis aufgenommen

Als GIs am 16. April 1945 das Schloss befreiten glaubten sie ihren Augen nicht zu trauen, ein Segelflugzeug (Spannweite 9,75 m, Länge 6 m, Gewicht 109 kg) bestehend aus Dielenbrettern, Drähten, Holzleisten und blaukariertem Baumwoll-Bettbezugsstoff. Gekochte Hirse wurde als Imprägnierlack verwendet. Eine Fotografie sollte dies für die Nachwelt festhalten und belegen. Seit Januar 1944 bauten allein 64 Gefangene täglich ca. 4 Stunden unter strikter Geheimhaltung am Segler. 40 Personen waren mit der Absicherung des Baues beschäftigt. Der mehr als abenteuerliche Fluchtplan sah vor, dass am Tag X mittels einer auf dem Dach montierten „Startbahn“ und einer „Katapultanlage“, bestehend aus einer an Seilen hängenden beladenen Badewanne, das Flugzeug auf ca. 50 km/h zu beschleunigen und zu starten. Mit dem Segler wollten die beiden Flüchtlinge die Zwickauer Mulde überfliegen und auf den 60 m tiefer gelegenen Wiesen landen.


Der mögliche Flug-Fluchtweg des Gliders vom Dach des Kirchenhauses auf die Muldewiesen

Eine Replik des Colditzer Segelflugzeugs wurde im Jahr 2000 für die TV-Dokumentation Escape from Colditz von Channel 4 (Großbritannien) angefertigt. Unter den Augen der einstigen Colditz-Veteranen Jack Best und Bill Goldfinch konnte das Flugzeug tatsächlich schon bei seinem ersten Startversuch seine Flugfähigkeit beweisen. Zu besichtigen ist es im Imperial War Museum in London.


1:4 Modell des Colditz-Gliders im Museum

Dieses Museum ist immer ein Besuch wert!


OFLAG IV C, die Fluchtakademie

Auf YouTube sind die Flugversuche von 2012 filmisch nachgestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=KjEA_JTbRf0
https://www.youtube.com/watch?v=nSHugyLm8u4

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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