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Geschichte der Flugzeugträger – Teil I

Text: Rainer Appelt, Leiter Sektion Dresden

Die Sektion Dresden hatte im Mai 2018 Dr. Peter Horn erneut zu Gast. Die Geschichte der Flugzeugträger ist eine Geschichte der militärischen Anwendungen zeitbezogener Luftfahrzeuge. Waren am Anfang die Einsätze auf Ballons beschränkt, so kam mit der Entwicklung des Motorfluges rasch der Wunsch auf, diesen auch militärisch zu nutzen. Der 1. Teil des Vortrages umfasst die Entwicklung der Flugzeugträger in der Zeit von 1803 bis zum Beginn des 2. Weltkrieges.
Zweckmäßigerweise werden die unterschiedlichen Trägerbasen untergliedert in:

  • Luftfahrzeuge (Ballons, Luftschiffe, Flugzeuge)
  • (Kriegs-) Schiffe
  • U-Boote

Die Anfänge verwendeter Luftfahrzeuge als Träger können schon in die Anfangsjahre des 19. Jahrhunderts datiert werden: Ausrüstung der britischen Fregatte mit einem Aufklärungs-Fesselballon durch Admiral C. H. Knowles (1803), Ausrüstung eines Schiffes mit einem Freiballon für Bombenangriffe gegen Häfen nach C. Rogier (1818), erstmaliger Start eines Ballons vom Schaufelraddampfer „Volcano“ (Juli 1849) u.a. In der Folgezeit gelangten Luftschiffe und später Großflugzeuge als „Fliegende Flugzeugträger“ in den Fokus der Militärs. Vertreter dieser Gattung waren: Doppeldecker-Flugboot mit aufgesetztem Jagdflugzeug „Bristol Scout“ (1916), Absetzversuche von Jagdflugzeugen „Sopwith Camel“ vom Starrluftschiff R23 (1918), Erprobung amerikanische Zeppeline „USS Akron“ und „USS Macon“ mit fünf im Rumpf untergebrachten „Scouts“ (Curtiss F9C Sparrowhawk) (1931/1933). In diesem Zusammenhang sind noch folgende Projekte erwähnenswert: Einsatz von zwei, später fünf Jagdflugzeugen vom Typ Polikarpow I-16 auf Bombern (auf und/oder unter den Tragflächen) vom Typ TB-2 bzw. TB-3.


Modell des Mistelprojekts He 162-Me 262, Modellbauer R. Appelt

Deutschland entwickelte 1943 die Mistelgespanne, bestehend aus einem steuernden Leitflugzeug (Bf 109, Fw 190) und einer abwerfbaren „Großbombe“, ein mit Sprengstoff beladenes unbemanntes Trägerflugzeug (i.d.R. Ju 88). Später entstanden Projekte mit TL-Flugzeugen (z.B. He 162 mit Me 262 u.a.).


Modell der Schulmistel S1 Ju 88 A-Bf 109 F4, Modellbauer R. Appelt

In der Regel waren die ersten Flugzeugträger-Schiffe Umbauten, die sogen. Flugzeugträger-Mutterschiffe. Bekannte Vertreter dieser Klasse waren: Erster Start eines Flugzeuges (Curtiss-Doppeldecker) vom Deck des USS Kreuzers „Birmingham“ am 14.11.1910 durch Burton Ely. Den ersten Landeversuch auf Deck und Abbremsung mittels Drähten und Sandsäcken unter-nahm er am 18.01.1911.

Die deutsche Kaiserliche Marine setzte während des 1. Weltkrieges insgesamt fünf als Flugzeugträger-Mutterschiffe umgebaute Frachter ein. Die welterste Landung eines Radflugzeuges unternahm E. Dunning mit einer Sopwith Pup auf dem Flugdeck des fahrenden britischen Leichten Kreuzers „HMS Furious“ am 2.August 1917. Deutschland entwickelte insgesamt 6 Flugzeugträger-Projekte, die „Asonia“ (1914), die „Graf Zeppelin“ (1936 Kiellegung, 1940 Baustopp, 1947 durch die UdSSR in der Ostsee nahe Danzig versenkt), Flugzeugträger „B“ (1938 Kiellegung, 1939 Baustopp), die „Seydlitz“ (1936 Kiellegung, 1943 Baustopp), die „Grasse“ (1940 durch Frankreich erbeutet), die „Potsdam“ (1942 Umbau vom Passagierschiff zum Leichten Flugzeugträger, Baustopp 1943). Kein Entwurf wurde realisiert.


Flugzeugträger_'Graf_Zeppelin im Bau 1940, Bundesarchiv_RM_25_Bild-62

Der Einsatz von U-Booten als Flugzeugträger stellte eine besonders innovative und zukunftsweisende Waffenentwicklung dar. Erste Versuche unternahm Deutschland am 15. Januar 1915. U-12 verließ den Hafen Zeebrugge mit einem Wasserflugzeug Type F-29 auf dem Rumpf. England experimentierte am 24. April 1916 mit der HMS E22, zwei Sopwith Schneider auf dem Rumpf, ebenfalls mit dieser Technik, um damit deutsche Zeppeline über dem Ärmelkanal abzufangen.


Aichi M6A1_Seiran, www.bredow-web.de (Wolfgang Bredow, mit freundlicher Genehmigung)

Erst Japan gelang mit der Indienststellung der Klasse I-400 eine einsatzfähige Waffe zu entwickeln. Bis zum Kriegsende konnten drei U-Boot-Flugzeugträger fertiggestellt werden.


U-Boot-Flugzeugträgerklasse I-400, www.bredow-web.de (Wolfgang Bredow, mit freundlicher Genehmigung)

Die technischen Daten waren beeindruckend: Länge 122 m, Breite 12 m, 144-157 Mann Besatzung, Aktionsradius 70.000 km, Tauchtiefe 100 m, V= 12/35 km/h, Hangar: Länge 35 m, D=3,6 m für drei Wasserflugzeuge Aichi M6A1 „Seiran“ für je 2 Mann Besatzung.


Aichi Seiran, www.bredow-web.de (Wolfgang Bredow, mit freundlicher Genehmigung)

Die Flugzeuge konnten innerhalb von 10 Minuten starten, da bereits im Hangar die Motoren durch warmes Öl vorgewärmt wurden. Die Bewaffnung bestand aus einem beweglichen 12,7 mm-MG, zwei 250 kg oder eine 850 kg Bombe. Ursprünglich waren Bombenattacken auf amerikanische Küstenstädte (New York, Washington) und auf Schleusen des Panamakanals geplant. Nach dem Stapellauf 1944 sollten jedoch Schiffsziele angegriffen werden.


Katapult-Startrampe auf I-400, www.bredow-web.de (Wolfgang Bredow, mit freundlicher Genehmigung)

Nachdem die U-Boote am 26. August 1945 den Befehl zur Kapitulation erhielten, wurden zwei der U-Boote den USA übergeben. Nach der Untersuchung versenkten die USA die Schiffe, damit sie nicht der UdSSR als Kriegsbeute übergeben werden mussten.


U-Boot-Hangar auf I-400, www.bredow-web.de (Wolfgang Bredow, mit freundlicher Genehmigung

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

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