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40th Sanicole Airshow, Hechtel/Belgien

Text und Fotos: Sven Köhler, Sektion Dresden

Am 10.September 2017 fand in Hechtel, Belgien, die diesjährige Sanicole Airshow statt. Der auf dem Flugfeld Leopoldsburg ansässige Fliegerclub feierte dieses Jahr das 40.Jubiläum der Show, die traditionell gemeinsam mit der Belgischen Luftwaffe organisiert wird.

Begonnen hat alles als kleine Stunt-Show mit einem Mix aus Flug- und Bodenvorführungen. In den 1980er Jahren entwickelte sich die Veranstaltung zu einer vollwertigen Airshow mit internationalen Teilnehmern. Spätestens seit den 1990er Jahren erlangte man auch im Ausland Anerkennung und die Sanicole Airshow wurde zu einer der Größten in Europa. Sie gilt mittlerweile als Referenz für Innovation, Sicherheit und Qualität und erhielt als Anerkennung vom European Airshow Council im Jahr 2010 den „Paul Bowen Award“ als beste European Flying Show.

Diesem Anspruch wurde sie auch in diesem Jahr wieder gerecht. Bestens organisiert, auch in Anbetracht der verschärften Sicherheitskontrollen, zeigte sich die Ausgabe 2017. Organisatorisches Talent bewies man auch bei der Durchführung des Flugprogrammes. Das Wetter hatte nach morgendlich strahlend blauem Himmel bei Beginn gegen 10:00 Uhr leider kein Erbarmen und ließ die Wolkendecke tief hängen. Nachdem am vorangegangenen Freitag zur Sanicole Sunset der Wettergott bereits für ein geändertes Programm gesorgt hat, sah man sich auch am Sonntag Vormittag zur Umstellung gezwungen. Bis das Wetter nach dem Mittag endlich besser wurde, hat der Veranstalter kurzerhand alle Displays vorgezogen, die ein „Schlechtwetterprogramm“ in niedrigen Höhen fliegen konnten. Das hat jedoch keinesfalls der Spannung geschadet. Ein Dank dafür auch an alle Piloten.

Nach dem Auftakt mit Christian Moullec und seinem „Goose-Flight“ (er steuert einen Ultraleichtflieger parallel mit einem Schwarm seiner Gänse!) sowie mit Mikael Carlson und seiner hervorragend restaurierten Blériot XI gaben sich bestens bekannte Teams ein Stelldichein. Dazu zählten die „Red Devils“, das „Agusta A109 Demoteam“ sowie der NH90 der Belgien Airforce, das „Golden Knights Parachute Team“ der U.S. Army, die historischen T-28B Trojan und P-51 Mustang und „The Victors“ mit PA-28 Cherokee aus Belgien sowie die immer wieder beeindruckenden „Frecce Tricolori“ der Aeronautica Militare. Abgerundet wurde der erste Programmteil von den Solo-Displays der Finnischen F/A-18C „Hornet“ sowie dem „Solo-Türk-Team“ mit F-16C Block 40 aus der Türkei.

Die auf der benachbarten Airbase Kleine-Brogel beheimatete Staffel 31 der Belgischen Luftwaffe stellte sich mit einem Tiger-Flight aus vier F-16AM, angeführt von der aktuellen Tiger-Sonderlackierung, vor. Bei besser werdendem Wetter begann die zweite Hälfte mit der JAS-39 Gripen der Schwedischen Luftwaffe sowie dem „Breitling Jet Team“ auf L-39 Albatros aus Frankreich.

Nach einem Fly-By einer KC-135 Stratotanker der U.S.ANG, die in naher Zukunft von der KC-46 Pegasus abgelöst werden soll, folgte das mit Spannung erwartete, noch junge „Zeus-Demo-Team“ auf F-16C Block 52+ aus Griechenland. Leider wurde nicht mit der Zeus-Sonderlackierung geflogen, sondern mit einer Ersatzmaschine. Dies tat jedoch dem hervorragenden Display keinen Abbruch.

Einen Höhepunkt stellte die einzigartige Vorführung der „Patrulla Aspa“ mit 5 EC-120 Colibri der Spanischen Luftwaffe dar. Sie sind die einzige Helikopter-Kunstflugstaffel in Westeuropa. Das gezeigte Programm war ebenso anspruchsvoll, wie das der anderen Kunstflug-Teams. Ein weiteres Highlight waren die „Saudi-Hawks“. Selten auf westlichen Airshows zu sehen, zeigten die Piloten mit ihren 7 BAe Hawk Mk.65 ein spektakuläres und absolut präzises Demo. Dies kommt nicht von ungefähr. Das am 6. Juni 1998 auf der King Abdulaziz Air Base (Dhahran), wo die No. 88 Squadron beheimatet ist, von General Abdulaziz Henaidy, Generalstabschef der Royal Saudi Air Force und von Prinz Sultan Bin Abdulaziz (Minister für Verteidigung und Luftfahrt) offiziell gegründete Team erhält beratende Unterstützung von Andrew Keith, Officer Commanding Royal Air Force Aerobatic Team (OC RAFAT), also den „Red Arrows“.

Das dynamischste Solo-Fighter-Demo flog jedoch wieder einmal Jean-Guillaume Martinez auf seiner Rafale C von der Escadron de Transformation Rafale 3/4 aus Saint-Dizier. Der beim Royal International Air Tattoo 2017 mit dem „Paul-Bowen-Award“ für das beste Solo-Display ausgezeichnete Pilot zeigte eindrucksvoll, was in der Rafale steckt. Abgerundet wurde das Programm von niemand geringerem als der „Patrouille Suisse“, der „Patrouille de France“, den „Royal Jordanien Falcons“, der Mi-24 der Tschechischen Luftwaffe sowie Fighter-Displays der MiG-29 aus Polen, F/A-18C aus der Schweiz, JAS-39 Gripen aus Ungarn und dem F-16-Solo-Display-Team der BAF.

Auch wenn der Begriff „Superlativ“ gern überstrapaziert wird, kann man ihn der 2017er „Sanicole“ uneingeschränkt verleihen. Einen Dank dafür an den „Fliegerclub Sanicole“, an die Belgische Luftwaffe und an alle anderen Beteiligten für eine herausragende Veranstaltung. 

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Fotos: Copyright Sven Köhler

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Gründung: 19.09.1984
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