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  • 26.09.17 - NL-Luftwaffe Leeuwarden
  • 27.09.17 - Grob Aircraft

 

Besuch der Sektion München Freundeskreis Luftwaffe bei der Armee de l`Air Base Aerienne  116 Luxeuil-Saint Sauveur

Text und Fotos: Heinz Gerrits, Leiter Sektion München

Durch die Vermittlung des franz. Verbindungsoffiziers Commandant Thomas Watz in der Offiziersschule der Luftwaffe im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck konnte der Besuch mit 19 Personen der Sektion München vom 11. auf den 12. Mai 2017 durchgeführt werden.

Der Fliegerhorst 116 „ Lieutenant-Colonel Tony Papin“ ist Namensgeber als Kommandant in Luxeuil mit der Morane Saulnier MS 406, danach während der deutschen Besetzung Jagdflieger in der freien franz. Luftwaffe und starb 1946 bei seinem Einsatz in Indochina.


Mirage III Sockelflugzeug

Die dort stationierte Jagdstaffel „Cigogne“ (Störche) hat mit seinen Missionen den Auftrag:
•    Schutz: Wahrung der Integrität des Hoheitsgebietes, satelliten- und flugzeuggestüzte Beobachtung, Schutz der Bevölkerung , Verstärkung des öffentlichen Dienstes.
•    Einsatzbereitschaft: schnelle Aufstellung von Kampfsystemen  sowie Beistandsleistungen.
•    Abschreckung: Aufnahme und Einsatz von Flugzeugen im Rahmen der atomaren Abschreckung, um die französischen Interessen zu bewahren.


Sockelfugzeug vor Staffel "Cigogne" Mirage 2000 Jagdflugzeug

Der Fliegerhorst mit derzeit ca. 1000 Militärpersonen sowie 100 Zivilpersonen ist im Departement Haute-Saoene eine der größten Arbeitgeber und bildet mit einer Heereseinheit in Epinal ein gemeinsames Unterstützungs-Kommando .

Die Besuchsteilnehmer unter der Leitung des Sektionsleiters München Heinz Gerrits wohnten im Fliegerhorst und nahmen an der normalen Truppenverpflegung im Messe mixted teil. Eine junge Reservistin mit guten Deutschkenntnissen übernahm die Führung zusammen mit dem Busfahrer .


Messe mixed mit unseren Teilnehmern

In der Operationszentrale wurde die Gruppe vom Kommandeur Colonel (Oberst) Le Saint in einem Briefing umfassend über Geschichte, Auftrag und Durchführung informiert.


Colonel le Saint beim Briefing

Danach erfolgte eine Busrundfahrt über ca. 15 km rund um den großflächigen Flugplatz mit einer Nato-Start- und Landebahn mit 2400 m Länge und einer gesperrten älteren Landebahn.
Wir sahen auch die QRA-Station mit 2 x Mirage 2000-5 in maximal 7 Min. Startzeit.
Dazu neben den Waffenbunkern auch die ehemalige aber nach wie vor benutzbare verbunkerte nukleare Komponente zuletzt belegt durch die Escadron de Chasse 01/004 „Dauphinee“mit Mirage 2000 N.


Dassault Mirage 2000-5

Sehr interessant war die Vorstellung der Hundestaffel mit ca. 30 deutschen und belgischen Schäferhunden mit spezieller Ausbildung und Einsatz als z.B. auf den Mann abgerichtet oder als Sprengstoffsuchhunde. Dies wurde uns praktisch eindrucksvoll präsentiert.


Hundestaffel

Wir sahen des Weiteren das umfangreiche Tanklager für die Treibstoffe, die
Flugplatzfeuerwehr mit Mitfahrgelegenheit und Vorführung der 15 Bar Wasserwerfer, danach den Tower mit den Lotsen und dem Rundblick über den großen Fliegerhorst , der im Übrigen sehr gepflegt wirkte.
Es schloss sich auch ein Besuch in der Sicherungsstaffel an , die als Objektschützer eine breite Ausbildung vorweisen  und als Spezialisten bezeichnet werden können.


Flugplatzfeuerwehr

Höhepunkt unseres Besuchs war natürlich der Besuch innerhalb der Sicherungszone der Jagdgruppe ½ „Cigogne „ mit derzeit ca. 25 Mirages 2000-5 Jagdflugzeuge.
Diese können mit bis zu 6 Mica-Luft-Luft-Raketen ( Infrarot oder elektromagnetisch „fire and forget“) bestückt werden und 2 Kanonen mit 30 mm Geschossen stehen zur Verfügung. Bis zu 3 Zusatztanks können noch mitgeführt werden , neben dem Luftbetankungststutzen.
Das weit reichende Mehrfachzielradar ist höchst modern .
Das Triebwerk kann die Maschine bis zu 2,2 Mach beschleunigen und ist damit schneller als die Rafale und Eurofighter .
Wir sahen mehrere Starts- und Landungen und die Agilität des legendären Deltaflügels ist beeindruckend.


Mirage 2000-5 Wartungshangar

Einige Maschinen sind allerdings im Auslandseinstz sowie auf der franz. Basis in Dschibuti .
Die Verfügbarkeit ist trotz des Alters der Maschinen sehr hoch und wir sahen auch einige Maschinen in der Wartung.

Es war für uns auch eine Freude bei der Öffnung eines Lackierhangars zusammen mit vielen Geschwaderangehörigen dabei sein zu können. Denn dort wurde am 12. Mai eine Mirage 2000-5 mit einer Sonderlackierung zu Ehren 100 Jahre Georges Guynemer (1894-1917) des sehr bekannten franz. Jagdflieger im 1. Weltkrieg vorgestellt.


Sonderlackierung Mirage 2000-5 "100 Jahre Georges Guynemer"

Er war es, der in der „ Cigognestaffel „ mit 3 Störchen auf blauem Hintergrund als fliegerisch begnadeter Pilot am 11. Sept. 1917 am Steuer seiner Spad „Vieux Charles“ über Poelkeapelle in Belgien mit 53 bestätigten Siegen als Ass der Franzosen tödlich abgestürzt ist.
Sein Motto: „Faire face“ d.h. Durchstehen  wurde damals auch von den deutschen Fliegern übernommen.

Auch wurde 1916 in Luxeuil die sog. „amerikanische Staffel „ von zwei amerikanischen freiwilligen Jagdpiloten gegründet. Sie wurde 1917 Staffel „La Fayette“ benannt.

Während des 2. Weltkriegs war Luxeuil für die deutsche Luftwaffe eine der Flugzeugführerschulen.
1944 wurde der Flugplatz von den Allierten als Airfield Y8 benutzt sowie von verschiedenen Verbänden der freien franz. Luftwaffe mit P-47D, Spitfire und P-51.

Erst 1950 wurde die Entscheidung getroffen den Fliegerhorst zu einem jettauglichen Nato-Flugplatz für zuerst Vampire Düsenjäger auszubauen.
Danach kamen 1953 mit dem 11. Escadron des Chasse  F-84 G  und ab 1958 Super Sabre F-
100 D.
1961 gab es einen Geschwadertausch mit dem Flugplatz Bremgarten mit der 4. Escadre mit F-84 F sowie RF-84F.

1966 wurde der Flugplatz Stützpunkt für die nuklear bewaffneten Mirage IV Escadron des Bombardement 3/94 „ Arbois“ , während die Aufklärer nach Straßburg verlegt wurden.

Neben der Mirage IV wurde auch die Mirage III E als Ersatz für die F-84 F eingeführt.

Nach der Auflösung des Mirage IV Geschwaders wurden Jahre danach die nuklear einsatzfähigen Mirage 2000 N mit der Ausserdienststellung der Mirage III E eingesetzt.

Seit 2010 ist nun die Jagdstaffel „Cigogne „ mit Mirage 2000-5 F im Einsatz und die nukleare Rolle änderte sich in die der Luftraumüberwachung.

Übrigens wurde 1945 in Friedrichshafen das 2. Jagdgeschwader gegründet mit den berühmten Gruppen „Cigogne“, „ Alsace“, „Ile de France“ und „Saintonge“.
1946 waren nur noch „Cigogne „ und „Alsace“ damals mit Spitfire in Indochina im Einsatz.

1949 wurde es in Dijon auf die Havilland Vampire umgerüstet als ersten Düsenjäger in Frankreich. Danach wurde auf den ersten in Frankreich gebauten Düsenjäger „Ouragan“ umgestellt und später auf die „Mystere IV“.
Ab 1961 wird der Deltaflügler Mirage IIIC das Symbol des Geschwaders und 1984 wird er durch die Mirage 2000 C ersetzt.

Das Geschwader war im Übrigen sehr stark im letzten Lybieneinsatz beteiligt.

Für die Teilnehmer der Reise war es eine große Ehre, dass zum Abschluss im ansonsten nur für besondere Zwecke geöffneten Offizierskasino Colonel Le Saint beim abschließenden mehrgängigen hervorragenden Menü zugegen war.
Sektionsleiter Heinz Gerrits hatte dort dann die Gelegenheit beim Aperitif in franz. Sprache sich für die Einladung zu bedanken und überreichte danach eine große Schoko-Nougat-Torte mit dem farbigen Wappenvogel der B.A. 116 , was Eindruck machte.


Torte mit Wappen der B.A. 116 Geschenk der Sektion

Auch erhielt die Reservistin Frau Leutnant Marchand den in der Sektion üblichen sog. Faltflieger mit dem Schriftzug im Oberflügel Freundeskreis Luftwaffe .


Reservistin Leutnant Marchand Führung unserer Gruppe

Commandant Thomas Watz Verbindungsoffizier der Armee de l`Air OSLw Fürstenfeldbruck sowie Heinz Gerrits Sektionsleiter München


Colonel le Saint Kommandeur der B.A. 116 mit Heinz Gerrits und Commandant Thomas Watz aus Fürsty

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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