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  • 26.7.18 - NATO E-3A Component

 

Der Flugplatz Welzow in der Niederlausitz / Flugplatzmuseum Welzow

Text und Fotos: Bernd Kienle, Sektion München

Die Geschichte des Flugplatzes Welzow geht zurück auf das Jahr 1927 mit zivilem Flugbetrieb. Von 1935 bis 1945 wurde der Flugplatz als Einsatzhafen zweiter Ordnung für die deutsche Luftwaffe ausgebaut und genutzt. In Welzow waren seit 1937 u.a. Teile des KG152, StG2 und 76, KG2, NJG3, JG4, JG6, JG301, Ju86 von der Luftnachrichtenschule Halle/Saale sowie diverse Flugzeugführerschulen und Kurierstaffeln beheimatet. Das JG4 aus Welzow mit Fw190A nahm auch an einer der größten Luftschlachten des Zweiten Weltkriegs „Der Luftschlacht über dem Erzgebirge am 11.09.44“ teil. Auch für das Jagdfliegerass Major Gerhard Barkhorn, damals Kommodore des JG6, war Welzow von Februar bis April 1945 der Heimatplatz des Stabes und der I./II. und III.Gruppe des JG6 mit Bf109G und Fw190A und „Dora“.

Wandgemälde im Flugplatzmuseum „Einsatzflugbetrieb mit Fw190 Dora“

Am 20.April 1945 wurde Welzow von sowjetischen Truppen besetzt und von 1945 bis 1993 waren die sowjetischen Luftstreitkräfte in „Neu-Welzow“ stationiert. Nach Kriegsende wurde ein Großteil der deutschen Infrastruktur gesprengt und beseitigt und unter sowjetischen Kommando erfolgte ein Flugplatzneubau für Frontbomber mit einer 2500m SLB, befestigte Vorstartlinie, offene Splitterschutzdeckungen, einer Wartungshalle und ab 1969 geschlossene Flugzeugbunker.

Monument  vor dem Museum „50.Jahrestag des 11.Aufklärungsregiment“ ausgezeichnet mit dem `Kutusow-Orden`, `Rotbannerorden` und dem Titel „Held der Sowjetunion“.

1974 wurde eine zweite SLB errichtet. Im Mai/Juni 1945 war der Stab der 8.Schlachtfliegerdivision mit IL-2 in Welzow vor Ort. Von 1952-1993 waren Frontbomber und Aufklärer IL-28, Jak-27 und Jak-28 sowie MiG-25 „Foxbat“ und Su-24 „Fencer“ in Neu-Welzow, das 11.Aufklärungsregiment „Vitebskij“wurde am 15.Juni 1993 mit dem Ablug der Su-24 „Fencer“ nach Marinowka/Russland verlegt.

In Welzow war das 11.Aufklärungsregiment mit Su-24 „Fencer“ stationiert

Seit September 1993 wird der Flugplatz Welzow nun als Verkehrslandeplatz genutzt. In einem Gebäude aus sowjetischer Zeit hat die Flugplatzbetriebsgesellschaft Welzow mbH ein Flugplatzmuseum eingerichtet. In insgesamt acht Ausstellungsräumen wird die wechselvolle Geschichte des Flugplatzes Welzow mit zahlreichen Fotos, Dokumente, Flugzeugmodelle, Ausrüstungsgegenstände, Uniformen und Flugzeugteile dokumentiert.

Blick in einen der Ausstellungräume im Museum

Bei einem Besuch des Flugplatzes bietet sich eine Erkundung des großen Flugplatzgeländes an. Man findet in den Dezentralisierungszonen im Wald noch viele offene Splitterschutzdeckungen und noch gut getarnte geschlossene Flugzeugbunker, in denen die Il-28, Jak-27/28, MiG-25 und Su-24 abgestellt waren. Bei genauem Hinsehen kann man auch noch im Wald alte Splitterboxen ausfindig machen, damals Abstellplatz der Fw190D-9 vom JG6.

Die Wartunghalle mit Tarnbemalung aus sowjetischer Nutzungszeit

Der Modellflugclub Senftenberg-Welzow e.V. bietet am Wochenende in den Sommermonaten für interessierte Zuschauer ein Modellflugprogramm an. Im „Cafe Concorde“, in der Nähe der Flugleitung, können Gäste des Flugplatzes Welzow einen erholsamen Aufenthalt genießen. Von der Terrasse kann man das gesamte Flugfeld überschauen und den Flugzeugen bei Starts und Landungen zusehen. Der Verkehrslandeplatz Welzow hat mit den befestigten Flugbetriebsflächen die besten Bedingungen für den regionalen Luftverkehr. Die Genehmigung für Motorflugzeuge bis 14 Tonnen Startmasse bei einem Sichtflugbetrieb am Tag und in der Nacht, ist eine gute Grundlage für den Flugbetrieb der allgemeinen Luftfahrt und für den Geschäftsflugverkehr.

Das ehemalige russische Flugleitungsgebäude wird heute noch genutzt

Das Gelände bietet gute Voraussetzungen für die Durchführung von Fliegerlagern in Verbindung mit der Nutzung von touristischen Attraktionen der Region . Von Jens Bechler gibt es auch eine Flugplatzchronik „Fliegerhorst Welzow 1935-1945 / Einsatz-und Ausbildungsstätte der deutschen Luftwaffe. 

Besuchstermine für das Flugplatzmuseum sind nach vorheriger Anmeldung möglich:
Kontakt: Flugplatzbetriebsgesellschaft Welzow mbH / 03119 Welzow
Telefon: 035751 / 13833   E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    Internet: www.flugplatz-welzow.de

Modell einer Do 17 welche auf dem Fliegerhorst Welzow stationiert waren

Daten & Fakten

Gründung: 19.09.1984
Stand 2016:  1.187 Mitglieder

Kontakt

Geschäftsstelle
Freundeskreis Luftwaffe e.V.
Wahn 504/10
Postfach 906110
51127 Köln

Telefon: +49 (0) 2203 - 64815
Telefax: +49 (0) 2203 - 800397
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